Schimmel?!

Schimmel ist überall in der Luft. Zum Problem wird es erst wenn der Schimmel bei bestimmter Feuchte und Temperatur Idealbedingungen findet und sich somit ausbreitet. Es wächst und gedeiht dann in allen erdenklichen Ecken und Wänden. Ursachen sind oft nasse Wände, zum Beispiel durch einen Rohrbruch. Wärmebrücken in Zimmerecken oder an Fenstern. Heutzutage kommt der Schimmelbefall aber leider auch oft in Neubauten vor jeder 2. Bau kann von Schimmel befallen sein.

Dies hat natürlich wieder mit dem Wasser zutun. Beim Bau eines Hauses sammeln sich ca. 10.000-20.000L Wasser in Wänden und Boden. Dies bringt der Neubau mit sich durch Beton, Mörtel und Estrich und ist unvermeidbar.

Das Wasser muss dann letztlich so schnell wie möglich raus, ansonsten hat man das Schimmelproblem in den eigenen 4 Wänden. Der Einsatz von Bautrocknern hilft und werden von Profis empfohlen und zudem sollte man mindestens die ersten 4 Jahre nach Einzug systematisch Lüften und Trocknen.

Schimmelpilze sind in der Mikrobiologie eine systematisch heterogene Gruppe von filamentösen Pilzen, die in der Mehrzahl zu den taxonomischen Gruppen der Ascomyceten und Zygomyceten gehören.[1] Die große Mehrzahl der Schimmelpilze führt ein eher unauffälliges Dasein als Saprobiont. Dagegen sind einige Schimmelpilzarten meldepflichtige Pflanzenkrankheiten oder haben aufgrund ihrer Lebensweise in bestimmten ökologischen Nischen für den Menschen besondere Bedeutung als Human-Parasiten, Erzeuger von Pilzgiften in verdorbenen Lebensmitteln, aber auch als Nahrungsmittel-Veredler, biologische Quelle für Antibiotika und cholesterinsenkende Medikamente.[2] Bei Gebäuden wird der Begriff „Baumykologie“ verwendet. Dieser beschreibt den Zusammenhang zwischen Schimmelpilzen, Schäden und deren Sanierung.

Kennzeichen und Verbreitung
Schimmelpilze finden sich als farbiger Belag auf verschiedenen Substraten. Besonders augenfällig ist ihr Vorkommen auf verdorbenen Lebensmitteln (z. B. Brot, Früchte), feuchtem Holz oder Wänden. Feuchtigkeit der befallenen Substanz bzw. der Raumluft ist für Bildung und Ausbreitung eines Schimmelpilzbefalls oft eine Voraussetzung. Oft beginnen Schimmelpilze auf organischen Substanzen zu wachsen und initiieren damit eine Reihe von Fäulnisprozessen. Zuerst bildet sich aus einer auf das Substrat gefallenen Schimmelpilz-Spore das Myzel. Dieses besteht aus mikroskopisch kleinen, vielfach verzweigten Pilzfäden, den Hyphen, die an den Spitzen wachsen und sich von einem einzelnen Punkt aus allseitig kreisförmig ausbreiten.

Alle Schimmelpilze ernähren sich von organischen Molekülen (z. B. Kohlenhydrate, Fette, Proteine). Sie zählen daher zu den heterotrophen Organismen. Als Substrat dienen Nährstoffe, wie zum Beispiel in Lebensmitteln, im Erdboden, in Holz, in Kot, in Staubkörnern oder sogar in Kunststoffen und Leder.

Arten
Da verbreitet bei Schimmelpilzen (generell bei Fungi imperfecti) wichtige Kriterien zur systematischen Klassifizierung fehlen, ließ sich diesbezüglich ein System, welches auf der Abstammung und Verwandtschaft der Gruppen gründet, in der Vergangenheit nicht umfassend realisieren. Durch molekulargenetische Methoden werden heute allerdings immer mehr Verbindungen zwischen diesen Arten aufgedeckt, so dass die frühere Einteilung der ungeschlechtlichen Stadien in eine eigene Abteilung, die Fungi imperfecti (Deuteromycota) obsolet geworden ist.

Wegen der Einordnung vieler Schimmelpilzarten aufgrund vorrangig morphologischer Merkmale ist die Klassifizierung nicht als endgültig anzusehen (siehe dazu auch: Liste der Fusarien). Folgende Gattungen von Schimmelpilzen werden im Wesentlichen unterschieden:[3]

Acremonium Dematiaceae (Schwärzepilze) Phoma
Alternaria Eurotium Rhizopus (Brotschimmel)
Aspergillus (Gießkannenschimmel) Fusarium Scopulariopsis
Aureobasidium Monilia Stachybotrys
Botrytis Mucor (Köpfchenschimmel) Stemphylium
Chaetomium Mycelia sterilia Trichoderma
Cladosporium Neurospora Ulocladium
Paecilomyces Wallemia
Curvularia Penicillium (Pinselschimmel)

Aufbau/Struktur
Mit dem Mikroskop ist zu erkennen, dass der Schimmelpilz von zahlreichen feinen Fäden gebildet wird, die insgesamt das Myzel aufbauen. Diese Myzelien sind die eigentlichen Schimmelpilze. Sie können weißlich, grünlich, grau oder andersfarbig aussehen. Von den Myzelien zu unterscheiden sind die der Fortpflanzung dienenden Sporenträger, die Sporangien. Diese bilden ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen den einzelnen Arten. Bei den Schimmelpilzen lassen sich nach der Form der Sporenträger zum Beispiel Köpfchenschimmel, Pinselschimmel und Gießkannenschimmel unterscheiden.

Vermehrung
Die Vermehrung erfolgt meistens auf ungeschlechtlichem Wege über Sporen, die am Ende von sporentragenden Strukturen erzeugt werden. Die Sporen werden bei schimmelbildenden Schlauchpilzen – wie etwa Aspergillus oder Penicillium – Konidien genannt. Um eine Vielzahl von diesen Konidien entstehen zu lassen, erzeugen die Myzelfäden nach einiger Zeit Sonderhyphen, die Konidienträger. Diese sind je nach Art unterschiedlich und bestehen aus oft dicht verzweigten Hyphen, die bei schwacher Vergrößerung wie ein kleiner Wald aussehen. An den äußeren Verästelungen, den Sterigmen, werden Sporen (Konidien) gebildet, die kettenförmig aneinandergereiht nach außen ragen. Der Schimmel nimmt in diesem Stadium eine staubige Beschaffenheit an.

Bei den schimmelbildenden Mucorales, die zu den Zygomyceten gehören, werden die Sporen nicht am Ende von Konidienträgern abgeschnürt, sondern oft zu Tausenden in Sporangien erzeugt, die als kugelige Anschwellungen am Ende von Sporangienträgern ausgebildet werden.

Schimmelpilze benötigen zum Wachstum vor allem Nährstoffe und Feuchtigkeit. Daneben beeinflussen das Sauerstoffangebot, die Temperaturen, der pH-Wert (basisches bzw. recht saures Milieu hemmt) und weitere Faktoren das Wachstum von Schimmelpilzen.

Da Schimmelpilze fast überall vorkommen, sind ihre Sporen in der Regel immer in der Luft vorhanden. Diese sind für die Mehrzahl der Menschen ungefährlich, wenn sie nicht in Massen auftreten, sie können aber in bestimmten Fällen Allergien auslösen oder bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu gelegentlich schweren Erkrankungen führen.[4] Quelle Wikipedia 

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